Wie wird die Mehrwertsteuer auf Werbung behandelt?
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Wie wird die Mehrwertsteuer auf Werbung behandelt?

Von vat4u

Wenn wir uns die verschiedenen Kostenkategorien von Unternehmen ansehen, wird die Mehrwertsteuerbehandlung normalerweise nach dem Prozentsatz aufgeschlüsselt, der in Rechnung gestellt wird. Wenn es um die Mehrwertsteuer auf Werbung geht, ist es leicht zu glauben, dass ihre Behandlung ziemlich einfach sein wird. Dabei fällt die Kosteneinstufung entweder in die Kategorien "Standard", "Ermäßigt" oder "Nullsatz". Wenn Sie diesen Beitrag lesen, werden Sie jedoch verstehen, dass dies nur teilweise zutrifft, insbesondere wenn wir die Unterschiede in der Werbung im Online- und Offline-Kontext berücksichtigen.

Die Grundlagen der Mehrwertsteuer auf Werbung

Werbung ist ein verkaufsförderndes Element des Marketing-Mix, bei dem ein Unternehmen für Werbeflächen bezahlt, um eine Botschaft über ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Anlass zu verbreiten. Folglich handelt es sich um Kosten, die während des Produktionsprozesses anfallen und bei denen die Mehrwertsteuer zurückerstattet werden kann.

Es gibt keine klaren Richtlinien über die Mehrwertsteuer auf Werbung, die von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt werden. In den meisten EU-Ländern gilt für sie der normale Mehrwertsteuersatz. In Belgien würde dieser beispielsweise 21% betragen, während er in Italien 22% beträgt.

Null-Steuersatz für Wohltätigkeitsorganisationen

Bestimmte Arten von Organisationen können sich jedoch für den Nulltarif qualifizieren, so dass sie die Zahlung von Gebühren für Werbeausgaben vermeiden können. Wohltätigkeitsorganisationen sind zufällig eine solche Gruppe. Um ihre einzigartige Situation zu veranschaulichen, betrachten wir das Großbritannien als Beispiel.

Wenn eine Wohltätigkeitsorganisation eine Anzeige in externen Medien schaltet, kann die erhobene Mehrwertsteuer 0% betragen. Die Anzeige kann jedes Thema, wie z.B. die Personalbeschaffung, in jedem Medienformat abdecken, einschließlich Fernsehen, Werbetafeln, Zeitungen und Broschüren. Der Nullsatz gilt für Designarbeiten für Werbematerialien, einschließlich Druckvorlagen und Schriftsatz. Die Vergünstigung gilt für Wohltätigkeitsorganisationen, unabhängig davon, ob sie für Mehrwertsteuerzwecke registriert sind oder nicht.

Denken Sie daran, dass es Ausnahmen gibt. Die Ansprache von Einzelpersonen und Gruppen qualifiziert nicht für den Nulltarif, und dazu gehören auch Direktwerbung und Telemarketing-Taktiken. Um sich ein klareres Bild von der Situation der Wohltätigkeitsorganisationen in Großbritannien zu machen, besuchen Sie die Website des Britischen Finanzamts (HMRC).

Das digitale Dilemma

In letzter Zeit wurden die Nachrichten von Schlagzeilen über die digitale Besteuerung beherrscht, darunter die Behandlung der Mehrwertsteuer auf Werbung über Plattformen wie Facebook und Amazon. Jeder, auch Wohltätigkeitsorganisationen, wird von den anstehenden politischen Vorschlägen betroffen sein. Während eine EU-weite Politik noch umgesetzt werden muss, entscheiden sich einige Nationen dafür, den Weg allein zu gehen, während die OECD einen besseren Rahmen für eine globale Besteuerung formuliert.

Derzeit ist das digitale Geschäftsumfeld weitgehend gesetzlos, da es keine endgültigen Richtlinien für die Behandlung der Mehrwertsteuer auf Werbung gibt. Sogar Wohltätigkeitsorganisationen und gemeinnützige Organisationen sind davon betroffen. Das Britische Finanzamt (HMRC) gibt an, dass Online-Werbung über Webbrowser gezielt Einzelpersonen erreicht, so dass der Nullsatz nicht mehr gilt. Im vergangenen Jahr gab es in Großbritannien ein Berufungs- und Überprüfungsverfahren, an dem Wohltätigkeitsorganisationen und das HMRC beteiligt waren. Dabei hielt die Behörde an ihrer harten Haltung fest. Um die vollständige Antwort der Regierungsstelle zu lesen, lesen Sie diesen Artikel.

Es sind nicht nur Wohltätigkeitsorganisationen, die von gesetzlichen Maßnahmen betroffen sind. In den meisten Fällen wurden bei Online-Transaktionen, die im Inland und über internationale Grenzen hinweg stattfinden, bisher keine Steuerabgaben erhoben. Die Regierungen versuchen, dies zu ändern.

Bangladesch hat eine Mehrwertsteuer von 15% auf Anzeigen erhoben, die auf Social-Media-Websites wie Facebook geschaltet werden. Auch die Tschechische Republik nimmt eine ähnliche Haltung ein und erhebt Gebühren für Werbung und den Verkauf von persönlichen Daten. Andere Länder wie Frankreich untersuchen Steuern, die auf die konsolidierten Einnahmen von Technologieunternehmen erhoben werden, so dass es keine einzige Lösung gibt, auf die sich alle geeinigt haben. Die meisten Länder warten jedoch auf einen Konsens im Rahmen der OECD, anstatt mit ihren eigenen Regeln und Vorschriften zu experimentieren.

Weitere Informationen zu den zukünftigen Möglichkeiten finden Sie in einem unserer früheren Blog-Einträge.

Den Überblick behalten

Wenn wir einen umfassenden Blick auf die Mehrwertsteuer auf Werbung werfen, wird ihre Behandlung sowohl im traditionellen als auch im digitalen Umfeld unscharf. Sogar die politischen Entscheidungsträger sind gerade dabei, sich mit den Problemen auseinanderzusetzen, die durch die rasante Digitalisierung entstanden sind.

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