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3 Möglichkeiten, eine falsche Rechnung in Deutschland zu korrigieren

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Wir alle kennen das Problem. Bei einer Rechnungsprüfung stellen wir fest, dass wesentliche Rechnungsanforderungen fehlen oder falsch sind. Damit geht der Vorsteuerabzug verloren. Ein bewusster Vorsteuerabzug trotz der formalen Fehler kann in vielen Ländern strafrechtlich sanktioniert werden und verstößt gegen unternehmensweite Compliance-Regeln.
 
In Deutschland gibt es jedoch drei einfache Möglichkeiten, diese Fehler zu beheben. Nach § 14 Abs. 6 Nr. 5 des deutschen Umsatzsteuergesetzes (UStG), § 31 Abs. 5 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV) kann eine Rechnung berichtigt werden, wenn sie nicht alle in § 14 Abs. 4 UStG oder § 14a UStG erforderlichen Angaben enthält oder wenn die Angaben auf der Rechnung nicht richtig sind.
 
1. Berichtigung direkt auf der Rechnung
Jede Korrektur muss vom Rechnungssteller mit Firmenstempel, Datum und Unterschrift bestätigt werden. Wenn eine Rechnung korrigiert wird, müssen die geänderten Daten weiterhin auf der Rechnung sichtbar sein. Es ist nicht erlaubt, Daten mit Aufklebern zu überdecken oder zu überschreiben.

2. Rechnungsergänzung
Ausstellung eines ergänzenden Dokuments mit dem Ausstellungsdatum, das sich eindeutig und spezifisch auf die zu ändernde Rechnung bezieht. Der Rechnungszusatz muss die fehlenden Informationen enthalten oder falsche Daten korrigieren. Er muss einen Verweis auf die ursprüngliche Rechnung unter Nennung der ursprünglichen Rechnungsnummer enthalten. Nur die Originalrechnung zusammen mit dem Rechnungszusatz ermöglicht den Vorsteuerabzug.

3. Gutschrift und Ausstellung einer neuen Rechnung
Stornierung der alten Rechnung durch eine Gutschrift und Ausstellung einer neuen Rechnung mit neuer Rechnungsnummer und Rechnungsdatum. Die Rechnung muss einen eindeutigen Verweis auf die ursprüngliche Rechnung enthalten. Dies geschieht in der Regel durch einen Verweis auf die ursprüngliche Rechnungsnummer. Die Gutschrift und die neue Rechnung werden normalerweise in der laufenden Periode erstellt und erfordern daher nicht, dass ein Unternehmen vergangene Buchungsperioden erneut öffnen muss. Es ist die gebräuchlichste Art der Korrektur, insbesondere dann, wenn sich die Bilanzen einer Rechnung (z.B. Nettobetrag, MwSt.-Betrag oder Bruttobetrag) geändert haben.

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